Wenn eine Mannschaft in der Woche vor einem Spiel auf den Gegner zugeht und um eine Spielverlegung bittet, steht es natürlich jedem frei diese abzulehnen und gegebenenfalls bei Nichtantritt die Punkte am Grünen Tisch zu erhalten. Hat der entsprechende Gegner jedoch in der Hinrunde selbst kurfristig um eine Spielverlegung gebeten und in diesem Fall der TSV ohne wenn und aber zugestimmt, so gebührt es der Anstand und die sportliche Fairness dann auch hier eine gemeinsame Lösung zu finden. Das sahen Trainer und Mannschaft des Gastgebers offenbar anders, sodass unsere Zwote am Sonntag in Neusatz ran musste.
Da Aufgrund der knappen personellen Lage über beide Teams, insbesondere aber bei der Ersten, kaum zwei spielfähige Mannschaften hätten gestellt werden können, war glücklicherweise der FC Busenbach II bereit unser Waldbronn-Derby zu verlegen. So konnte unsere Zwote statt - wie vergangene Woche - 6 Spieler nach oben abgeben zu müssen, auf einige Reserve-Spieler der Ersten zurückgreifen. Die theoretische Möglichkeit auch maximal zwei Stammspieler der Ersten einzusetzen, wurde hingegen nicht gezogen.Auf dem kleinen holprigen jedoch sehr idyllisch gelegenen Acker in Neusatz startete unsere Elf engagiert, lief stets hoch an und sicherte sich dadurch oft hohe Ballgewinne. Bereits nach wenigen Minuten wurde dieser Einsatz mit einem Elfmeterpfiff, nach Foul an K.Haag, belohnt. B. Bönisch blieb vom Punkt eiskalt. Das Risiko des hohen Anlaufens hingegen zeigte sich im Gegenzug genauso regelmäßig wie erfolgreiche Ballgewinne. Wie schon im Hinspiel setzte der Gastgeber vermehrt auf lange Bälle, die immer wieder durch rutschten, ohne jedoch zwingende Torgefahr auszulösen. Auf der Gegenseite blieb man im Abschluss eiskalt und nutzte, nach etwa einer Viertelstunde in Person von R. Rapp, eine zu kurze Faustabwehr des Keepers zum 0:2. Danach wurde die Partie zunehmend fahrig und zum Teil wurde beiderseits mehr diskutiert als Fußball gespielt. Dennoch konnte T. Karagüzel, der im Winter von der heimischen SG zurück an den Heidebuckel gewechselt war, mit einem starken Abschluss aus etwa 17 Metern das 0:3 markieren (44.). Mit diesem glücklichen Spielstand ging es in die Pause, da es mit etwas mehr Konsequenz des Gastgebers auch durchaus 2:2 hätte stehen können.
In der zweiten Halbzeit, für die man sich mehr vorgenommen hatte, baute man leider leistungstechnisch Stück für Stück ab und ermöglichte dem Gegner immer mehr Gelegenheiten. Obwohl man anfangs selbst immer wieder ins gefährliche Drittel vorstoßen konnte, blieb ein weiterer Treffer und die einhundertprozentige Torgefahr aus. In der 61. Minute konnte das Heimteam, das fällige 1:3 erzielen. Vorausgegangen war fehlender Zugriff im Zentrum. In der Folge war man bemüht den alten Abstand wieder herzustellen, ein Abschluss von S. Spanger nach eigenem Ballgewinn, sprang allerdings vom Innenpfosten zurück ins Feld. Kurz darauf, belohnte sich stattdessen der Gastgeber mit dem 2:3 Anschlusstreffer, nach einem unnötigen einfachen Ballverlust im Mittelfeld (79.). Hatte man bis zu diesem Treffer immer wieder die Chance bei Gegenstößen, wurde man nun regelrecht in die eigene Hälfte gedrückt. Am Ende fand kein weiterer Abschluss den Weg ins Tor, sodass der glückliche 2:3 Auswärtssieg bestand hatte. In der Tabelle konnte man damit den kommenden Gegner vorerst überholen.
Kommendes Wochenende steht der erste Doppel-Heimspieltag des Kalenderjahres an. Nachdem die Zwote die Spielgemeinschaft aus Völkersbach/Spessart 2 zu Gast hat (12:30 Uhr), besucht die erste Garde des TSV Spessart, welche als Spitzenreiter und Meisterschaftsfavorit anreist, unsere erste Mannschaft (15:00 Uhr).
































































































































































































